Onshore Trassenverlauf

Beantragter Verlauf des NeuConnect Interkonnektors auf dem deutschen Festland Verlauf des NeuConnect Interkonnektors auf dem deutschen Festland

Verlauf des NeuConnect Interkonnektors auf dem deutschen Festland

Der NeuConnect Interkonnektor verläuft als Erdkabelsystem auf dem deutschen Festland vom Anlandungspunkt südlich des Hooksieler-Außenhafens zunächst südwestlich bis zur Hooksieler Landstraße L 810, folgt dann dem Verlauf der L 810 bis etwa Höhe Fedderwarden und verläuft danach weiter in Richtung der neu geplanten Konverterstation in Fedderwarden im Stadtgebiet Wilhelmshaven.

Technik und Verfahren

Der NeuConnect Interkonnektor verläuft als Erdkabelsystem vom Anlandungspunkt südlich des Hooksieler-Außenhafens bis zur geplanten Konverterstation in Fedderwarden, Stadtgebiet Wilhelmshaven.

Das Erkabelsystem besteht aus zwei HGÜ (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) -Kabeln, die gebündelt mit einem integrierten Glasfaserkabel gemeinsam in einem offenen Kabelgraben verlegt werden. Ausnahmen davon bilden die Kreuzungen von Straßen, Gewässern und größeren Ver-/Entsorgungsleitungen sowie anderen Kabeltrassen. Diese werden in geschlossener Bauweise gekreuzt.

HGÜ-Kabel weisen eine hohe Spannung auf und der Strom fließt nur in eine Richtung. Transportverluste werden so im Vergleich zu Wechselstromleitungen deutlich reduziert.

Fakten

  • Verlegung zweier gebündelter ± 525 kV HGÜ-Kabel in offener Bauweise
  • Nennleistung von 1,4 GW
  • Durchmesser je Kabel: ca. 12 cm
  • Kabelgrabenbreite
    • In Sohle: ca. 1,5 m
    • An der Oberfläche (abhängig vom Böschungswinkel / Grabentiefe): 3,2 m bis 4,5 m
  • Arbeitsstreifenbreite
    • In der Regel: 20,0 m
    • In ökologisch sensiblen Bereichen: 11,0 m
  • Querung von klassifizierten Straßen, Gewässern II. Ordnung und Gehölzen mittels HDD (Horizontal Directional Drilling) -Verfahren. Querung der Bahnlinie mittels Bohr-Press-Verfahren
  • Verlegegeräte
    • Generelle Verwendung von bodenschonenden Fahrzeugen, um Druck auf Boden und damit Bodenverdichtungen zu minimieren
    • Stand der Technik entsprechende Geräte und Maschinen, um eventuellen Eintrag von Kraft- und Schmierstoffen in das Grundwasser vorzubeugen
    • Betankung von Fahrzeugen mit geringer Mobilität erfolgt unter entsprechenden Schutzvorkehrungen
  • Für den Transport von Maschinen und Material
  • Verstärkung der Baustraße entsprechend der zu erwartenden Gesamtlast der Transporte
  • Vollständiger Rückbau nach Abschluss der Bauarbeiten; Material zur Verstärkung wird abtransportiert und wiederverwendet bzw. fachgerechter entsorgt
  • Untergrund wird bei Bedarf aufgelockert
  • Keine dauerhafte Versiegelung geplant
  • Bau von Zufahrten von öffentlichen Straßen und Wegen zur Baustraße an ausgewählten Stellen; durchgängige Baustraße ist wegen vorhandenen Hindernissen nicht möglich
  • Nutzung von weitestgehend vorhandenen, temporär verbreiterten und verstärkten Ackerzufahrten in Abstimmung mit den Bodeneigentümern bzw. -nutzern
  • Vollständiger Rückbau und Rekultivierung
  • Bodenaushub erfolgt lagenweise, entsprechend vorhandener Bodenhorizonte
  • Vermeidung von Durchmischung unterschiedlicher Bodenarten
  • Lagerung im seitlichen Bodenlager erfolgt entsprechend getrennt nach den unterschiedlichen Horizonten
  • Aushub wird abschließend lagenweise getrennt nach Substraten in der ursprünglichen Reihenfolge rückverfüllt
  • Abtransport von nicht wieder einbaufähigem Boden und Verdrängungsmasse aus dem Baufeld; wird weiterer Verwendung zugeführt

Darstellung einer typischen Erkabelverlegung in offener Bauweise Darstellung einer typischen Erkabelverlegung in offener Bauweise, © Ingenieurbüro Kuhn und Partner mbB